Portweiterleitung am LTE-Router

Fernzugriff & IP-Adressen Veröffentlicht

Warum eine Portweiterleitung am LTE-Router bei einer normalen Mobilfunkverbindung nichts bewirkt, was sie braucht und wie Sie sie dann einrichten.

Eine Portweiterleitung ist der übliche Weg, um etwas hinter einem Router von außen zu erreichen, etwa eine Kamera, einen Rekorder oder eine Steuerung. Am LTE-Router scheint sie oft korrekt eingerichtet und bewirkt trotzdem nichts. Das ist kein Fehler des Routers, sondern liegt an der Mobilfunkverbindung.

Warum es standardmäßig nicht funktioniert

Eine Portweiterleitung sagt dem Router: Wenn auf diesem Port eine Verbindung ankommt, gib sie an jenes Gerät weiter. Das hilft nur, wenn überhaupt Verbindungen beim Router ankommen können. Im Mobilfunk hat jede ThingSIM eine private IP-Adresse, und private Adressen können keine Verbindungen aus dem Internet annehmen. Der Router sieht die eingehende Verbindung nie, also greift seine Weiterleitungsregel auch nie.

Was es braucht

Für eine Portweiterleitung braucht der Router eine Adresse, die aus dem Internet erreichbar ist. Bei ThingSIM ist das eine feste öffentliche IP-Adresse: eine feste öffentliche Adresse für die SIM-Karte, für 9,49 € im Monat, die Sie im Portal hinzubuchen. Sie ist direkt aus dem Internet erreichbar, und sobald die SIM-Karte sie hat, funktioniert die Portweiterleitung am Router wie an einem Festnetzanschluss.

Wollen Sie nur eine Kamera ansehen, prüfen Sie zuerst, ob die App des Herstellers nicht schon ohne all das funktioniert; viele Apps laufen über eine Verbindung, die die Kamera selbst nach außen aufbaut. Siehe LTE-Kamera aus der Ferne erreichen.

Schritt für Schritt einrichten

  1. Buchen Sie die feste öffentliche IP-Adresse im Portal für die SIM-Karte hinzu und notieren Sie die Adresse.
  2. Geben Sie dem Gerät eine feste lokale Adresse im Netz des Routers, entweder am Gerät eingestellt oder in den DHCP-Einstellungen des Routers reserviert, damit die Weiterleitungsregel immer auf dasselbe Gerät zeigt.
  3. Legen Sie die Weiterleitungsregel im Router an: externer Port, lokale Adresse des Geräts und Port des Geräts. Nutzen Sie nach Möglichkeit einen ungewöhnlichen externen Port statt des Standardports des Geräts.
  4. Schränken Sie ein, wer sich verbinden darf. Kann der Router eine Regel auf bestimmte Quelladressen begrenzen, etwa die Adresse Ihres Büros, tun Sie das.
  5. Testen Sie von außen, mit einem Smartphone in einem anderen Netz, über die feste Adresse und den externen Port.
  6. Sichern Sie das Gerät ab, bevor Sie es offen erreichbar lassen: siehe die Checkliste unten.

So wenig weiterleiten wie möglich

Jeder weitergeleitete Port ist eine Tür in Ihr Netz, von überall aus dem Internet. Leiten Sie nur die Ports weiter, die Sie brauchen, niemals die Verwaltungsoberfläche des Routers selbst, und entfernen Sie Regeln, die Sie nicht mehr nutzen. Ändern Sie Standardpasswörter und halten Sie die Firmware von Gerät und Router aktuell. Der Ratgeber ein Gerät mit öffentlicher IP-Adresse absichern geht das ausführlich durch.

Wann ein VPN besser ist

Verwalten Sie mehrere Geräte oder soll gar nichts offen erreichbar sein, ist ein VPN die bessere Lösung: Ihre Systeme erreichen die Geräte privat, und kein Port zeigt ins Internet. Siehe feste IP, privater APN oder VPN. Für Router als LTE-Backup beschreibt die Branchenseite LTE-Backup die gesamte Einrichtung.

Häufige Fragen

Warum funktioniert die Portweiterleitung an meinem LTE-Router nicht?

Weil Mobilfunk-SIM-Karten private IP-Adressen haben, die keine Verbindungen aus dem Internet annehmen können; eingehender Verkehr erreicht den Router also nie. Eine feste öffentliche IP-Adresse auf der SIM-Karte löst das.

Ist eine Portweiterleitung am LTE-Router sicher?

So sicher wie das Gerät, das Sie freigeben. Leiten Sie nur weiter, was Sie brauchen, beschränken Sie Quelladressen, wo der Router das erlaubt, ändern Sie Standardpasswörter und halten Sie die Firmware aktuell.

Was kostet eine feste öffentliche IP-Adresse?

9,49 € im Monat pro SIM-Karte, im Portal hinzugebucht.