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Deutschland Multi-Netz
0,99 €im Monat pro aktiver SIM-Karte, netto
50 MB bestellen3G ist abgeschaltet, 2G endet 2028. Die Termine von Telekom, Vodafone und o2, welche Geräte betroffen sind und worauf Sie umstellen.
Die 3G-Abschaltung ist in Deutschland abgeschlossen: Telekom und Vodafone haben UMTS am 30. Juni 2021 abgeschaltet, o2 bis Ende 2021. Als Nächstes folgt die 2G-Abschaltung. Die Telekom plant sie bis 30. Juni 2028, Vodafone für September 2028 und o2 für die zweite Jahreshälfte 2028. Ein Gerät, das nur diese Netze nutzen kann, verliert dann seine Verbindung, ganz gleich, welche SIM-Karte darin steckt. Eine SIM-Karte kann dem Gerät kein Funkmodul hinzufügen, das es nicht hat. Entscheidend ist deshalb, welche Technik Ihre Geräte tatsächlich beherrschen, und das sollten Sie lange vor 2028 wissen.
| Netzbetreiber | 3G (UMTS) | 2G (GSM) |
|---|---|---|
| Telekom | Abgeschaltet am 30.06.2021 | Abschaltung voraussichtlich bis 30.06.2028. Eine Ausnahme für IoT hat die Telekom nicht angekündigt. |
| Vodafone | Abgeschaltet am 30.06.2021 | Abschaltung geplant für September 2028. Besonders kritische IoT-Anwendungen, etwa Aufzugsnotrufe, eCall und Stromzähler, behalten 2G bis Ende 2030. |
| o2 | Abschaltung ab 01.07.2021, bis Ende 2021 abgeschlossen | Abschaltung geplant für die zweite Jahreshälfte 2028, noch ohne genauen Termin. |
| 1&1 | Nie betrieben | Nie eigene 2G-Standorte. 2G gibt es für 1&1-Kundschaft nur über das National Roaming bei Vodafone, daher gilt dort der Vodafone-Termin. |
Für Ihre Planung heißt das: Ein Gerät, das bei schwachem LTE auf 3G ausweichen sollte, hat diesen Rückfallweg schon heute nicht mehr. Ein Gerät, das nur 2G kann, verliert ab Mitte bis Ende 2028 in allen Netzen seine Verbindung. Die einzige angekündigte Ausnahme ist die Verlängerung bei Vodafone für besonders kritische IoT-Anwendungen bis Ende 2030. Planen Sie nicht mit dieser Ausnahme, solange Sie nicht für Ihr konkretes Gerät und Ihren Anschluss bestätigt haben, dass sie gilt.
Vorsicht bei älteren Unterlagen: Vodafone hatte früher „Ende 2030“ als Termin für die gesamte 2G-Abschaltung genannt. Seit September 2025 gilt dieser Termin nur noch für die genannten kritischen Anwendungen. Alle Termine sind Planungen der Netzbetreiber; prüfen Sie vor größeren Entscheidungen die aktuelle Angabe des jeweiligen Betreibers.
Alles hängt am Mobilfunkmodem im Gerät. Prüfen Sie im Datenblatt, welche Netztechniken es unterstützt:
Ältere Alarmwählgeräte, Telemetriegeräte, GPS-Tracker und Aufzugsnotrufe sind die typischen Stellen, an denen noch 2G- und 3G-Modems stecken. Ist das Datenblatt unklar, helfen die Modellnummer und die Support-Seiten des Herstellers weiter.
Ab einer Handvoll Geräte macht eine einfache Liste aus einem vagen Risiko einen Plan:
| Erfassen | Warum es zählt |
|---|---|
| Gerät und Modell | Bestimmt das Modem |
| Unterstützte Techniken | 2G, 3G, 4G, LTE-M, NB-IoT |
| Standort und Zugang | Manche Geräte sind schwer zu erreichen und auszutauschen |
| Braucht es Sprache oder SMS? | Ändert, was der Ersatz können muss |
| Zuständig und Lieferant | Wer tauscht das Gerät oder aktualisiert die Firmware |
| Austauschtermin | Damit der Tausch vor dem Ausfall passiert, nicht danach |
Schwer erreichbare Geräte und alles, was mit Sicherheit zu tun hat (Alarm, Aufzugsnotruf), gehören ganz nach oben. Planen Sie Vorlaufzeit ein: Je näher 2028 rückt, desto mehr Betreiber rüsten gleichzeitig um, und Termine bei Errichtern und Aufzugsfirmen können knapp werden.
Ein Ersatzgerät sollte 4G unterstützen. Für stromsparende Geräte mit wenig Daten lohnt sich ein Blick auf LTE-M oder NB-IoT, die für lange Batterielaufzeit und gute Versorgung in Gebäuden gebaut sind; auch die Telekom rät, Geräte auf 4G/5G, NB-IoT oder LTE-M umzustellen. Welche der beiden Techniken passt, erklärt der Ratgeber LTE-M oder NB-IoT.
ThingSIM-SIM-Karten unterstützen 4G-Daten, LTE-M, NB-IoT, 2G und SMS. Braucht das Gerät eine Sprachverbindung, wie ein Aufzugsnotruf, klären Sie das gesondert mit dem Gerätelieferanten: Eine Daten-SIM allein stellt keine Sprachverbindung bereit.
Die meisten Telemetriegeräte brauchen sehr wenig Datenvolumen. 50 MB im Tarif Deutschland Multi-Netz kosten 0,99 € im Monat, und die SIM-Karte nutzt o2 und Vodafone und bucht sich jeweils ins stärkste Netz am Standort ein, was Geräten an ungünstigen Standorten hilft. Wie Sie den Bedarf abschätzen, steht unter wie viel Datenvolumen Ihr Gerät braucht.
Nach heutiger Planung 2028: bei der Telekom bis 30. Juni 2028, bei Vodafone im September 2028 und bei o2 in der zweiten Jahreshälfte 2028. Vodafone hält 2G für besonders kritische IoT-Anwendungen wie Aufzugsnotrufe, eCall und Stromzähler bis Ende 2030 in Betrieb.
Ja. Telekom und Vodafone haben 3G am 30. Juni 2021 abgeschaltet, o2 hat die Abschaltung bis Ende 2021 abgeschlossen. 1&1 hatte nie ein 3G-Netz.
Ein 2G-Gerät vorerst ja: ThingSIM-SIM-Karten funktionieren auch über 2G, solange die Netze 2G betreiben, nach heutigem Stand also bis 2028. Ein reines 3G-Gerät nein: 3G ist in Deutschland abgeschaltet, und die Grenze ist das Modem des Geräts, nicht die SIM-Karte. Planen Sie für beide den Austausch gegen Geräte mit 4G, LTE-M oder NB-IoT.
Ja. Jede ThingSIM funktioniert über 2G sowie über 4G, LTE-M und NB-IoT. Ein älteres 2G-Gerät kann damit weiter melden, solange 2G in Deutschland in Betrieb ist.
Ja, dazu 4G-Daten, 2G und SMS. Siehe LTE-M oder NB-IoT.
Ältere Alarmwählgeräte, Aufzugsnotrufe, EC-Kartenterminals, Telemetrie- und Fernauslesegeräte, GPS-Tracker und GSM-Toröffner. Prüfen Sie für jedes Modell die unterstützten Techniken und halten Sie sie in einer Bestandsliste fest.
Ein Notrufsystem, das nur über 2G telefoniert, fällt mit der Abschaltung aus. Vodafone hält 2G für Aufzugsnotrufe zwar bis Ende 2030 in Betrieb, das gilt aber nur in seinem Netz. Sicherer ist es, die Nachrüstung auf ein 4G-Notrufmodul mit Ihrer Aufzugsfirma rechtzeitig zu planen.
Stand: 4. November 2026.
Nutzt o2 und Vodafone und wählt jeweils das stärkste Netz am Standort des Geräts. Ist keines der beiden verfügbar, dient Telekom als Ausweichnetz.
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